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[Überblick]

Nachdem hier zuerst nur die Beiträge zu einer 50 Themes Challenge geordnet wewrden sollten, habe ich versucht, auch alle anderen kreativen T...

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12.05.2012

[She's Gonna Break Soon]


An dieser Stelle könnte ich mich über meine Schusseligkeit beschweren, die mir nicht nur ein schmerzendes Knie, sondern auch noch fantastische Tabletten eingebracht hat, von denen mir schwindelig wird, ich jedoch gleichzeitig „ultra happy“ (um es mit den Worten eines Magical Girls zu sagen) bin. Außer, meine werte Verwandtschaft interessiert sich nicht für den ersten Teil und sagt, ich müsse doch mal den Rasen mähen. Ja. Gerne. Demnächst.
Wie gesagt, ich könnte mich beschweren. Aber ich tue es nicht.

Vielmehr möchte ich darüber nachdenken, dass die Bildbearbeitung immer noch nicht so recht funktionieren möchte. Zwei oder drei Wochen lang strotzte ich vor Ideen, die ich anscheinend aus mir gepresst habe wie aus einer Zitrone, so dass ich jetzt nur noch die leere Schale bin, in der noch einige unansehnliche Kerne zurückgeblieben sind.
Wie man sieht, klappt es stattdessen mit den Wörtern recht gut. Mir gelingen Zeilen, die wirklich als ausgesprochen schönsprachig bezeichnet werden könnten – wenn ich denn noch ein wenig eitler wäre, würde ich das gewiss auch tun, sollte es sich bei „schönsprachig“ wirklich um ein Wort handeln und nicht nur um eine Verballhornung, die Word mir nicht als falsch anzeigt. Man merkt mir immer an, wenn ich wieder einmal anfange, ein „gutes“ Buch zu lesen – das verbessert die Sprache ungemein.
Leider befand ich mich bis vor einigen Tagen noch in einer Phase, in der mir kein Buch gefallen wollte. Ich fing an und legte das Buch sehr schnell gelangweilt zur Seite. Stieg Larsson wartet immer noch darauf, von mir beendet zu werden. Und auch Sense and Sensibility schaffte es irgendwie nicht ansatzweise, mich zu fesseln. Als ich dann jedoch zu Fantasy umstieg, war ich wie vom Blitz getroffen. Das musste ich lesen. Das konnte ich nicht einfach an der Seite meines Bettes liegen lassen.
Es ist nun mal so, dass ich entweder schreiben kann, oder mich mithilfe von Bildern auszudrücken weiß. Was nicht bedeutet, dass mein kleines Schreibhoch mir irgendwie als Inspiration für die Meme-Challenge dienen würde. Dafür fällt mir immer noch nichts ein.

Statt dieser Challenge fing ich mit einem kleinen Projekt an, das mir vor drei Wochen durch den Kopf geschossen ist. Ich klaute mir einen Charakter und ließ ihn auf meine liebste Rhapsodia treffen (nein, es wird hier nicht gepostet). Es macht Spaß, das zu machen. Nicht, weil ich dadurch so unglaublich viel über meinen eigenen Charakter erfahre (Rhapsodia ist und bleibt mir ein kleines Rätsel). Sondern weil ich versuchen muss, den anderen, den fremden Charakter einigermaßen zu treffen, ohne seine Geschichte richtig zu kennen. Bisher gefällt es mir recht gut, auch wenn der Fremde (der Einfachheit halber, kann ich ihn so nennen) nicht ganz so ist, wie er sein müsste. Fürchte ich. Er reizt Rhapsodia, beschimpft sie, klammert sich an sie, überschüttet sie mit Spott, flirtet mit ihr – es ist kurzum ein Riesenspaß für mich.
Dieses Schreiben nutzte ich als Vorwand, um wieder einmal ungeniert nach Bildern (vorrangig .gifs) von Miss Alexis Bledel suchen zu können und landete schließlich beim Musikvideo von Less Than Jake zu ihrem Lied „She’s Gonna Break Soon“, in dem genannte Dame mitspielt. Leider ist es wieder einmal ein Song, für den „die GEMA [undsoweiterundsofort]“…, weshalb ich meine IP einmal mehr verstecken musste. Das nervt mich. Aber andererseits ist es auch kein besonders großer Aufwand. Zum Lied: Ja, es geht. Ich kannte den Namen Less Than Jake nur, weil sie einmal mit zebrahead (meiner Lieblingsband) auf Tour waren. Oder umgekehrt. Dass Alexis in dem Video zu sehen ist, wusste ich auch schon länger, kannte damals jedoch noch keine Möglichkeit, mir das Video anzusehen, da es ja für Deutschland gesperrt ist. Das Video selbst ist auch nicht besonders einprägsam. Trotzdem habe ich seither den Titel im Kopf, der in den ersten zehn Sekunden gefühlte hundert Mal gesungen/gesagt wurde.



PS: Mein armer kleiner Romano hat eine Zecke.

10.02.2012

[Synchro]


Einer meiner liebsten Disney Filme ist jetzt endlich wieder auf DVD und BluRay zu haben: Susi & Strolch. Die Geschichte sollte hinreichend bekannt sein und die Fortsetzung, die ich nie gesehen habe, weil ich Fortsetzungen bei Disney generell skeptisch gegenüber stehe, wollen wir an dieser Stelle einfach mal vergessen. Der Grund dieses Eintrags ist ganz einfach einer der größten Streitpunkte bei einer Fülle an Disney Klassikern: die Synchronisation.
‚Wie bitte?‘, mag der eine oder andere jetzt denken, ‚Was soll das denn?‘
Genau, was soll das.
1.  Was soll es, alte Filme neu zu synchronisieren?
2. Was bringt es uns, jahrelang darüber zu meckern?
Was ersteres betrifft, habe ich keine wirkliche Ahnung. Vielleicht, damit es mehr dem Zeitgeist entspricht, oder dem englischen Original angepasst wird. Vielleicht sogar für die Verständlichkeit. Eine wirkliche Antwort kann ich hier leider nicht bieten, aber was zweitens betrifft, bin ich absolut ratlos.
Ja, es ist dumm, wenn die Version, mit der man aufgewachsen ist, plötzlich durch eine andere ersetzt wird.
Ja, es wäre sehr nett von Disney, die alte Version auf den Markt zu bringen, aber dazu muss ich immer und immer wieder eines sagen: Leider ist es nicht erlaubt!
Und bei einigen Filmen kann ich noch nicht einmal nachvollziehen, warum man nach der alten Version schreit, ohne jemals erhört zu werden. Spontan kann ich zwei Beispiele nennen:
a) Arielle, die kleine Meerjungfrau – meine Generation ist wohl mit der Fassung anno 1989 aufgewachsen, in der Sebastian vollkommen inkorrekt „Unter dem Meer“ gesungen hat (na gut, die englische Version heißt auch „Under the Sea“, aber im Deutschen macht es einfach keinen Sinn, dass etwas unter dem Meer ist, oder finde nur ich das? Unterseeboote lasse ich jetzt mal weg, sonst wird dieser Punkt schon durch meine eigene Dummheit in der Luft zerrissen).
1998 synchronisierte Disney den Film erneut auf Deutsch, passte ihn an das Original an und so weiter. Viele, die mit der ersten Fassung aufgewachsen sind, sperren sich vollständig gegen die neue, möchten nicht einmal hinein hören. Ich muss zugeben, dass ich nur zwei Lieder gehört habe – das neue „Ein Mensch zu sein“ („In deiner Welt“) und „Unten im Meer“ (seines Zeichens Nachfolger von „Unter dem Meer“).
Bei Arielle selbst habe ich nicht viel Veränderung gehört, der Text war mir nicht geläufig, weil ich das Lied die letzten Jahre auf Englisch gehört habe, doch wenn ich mich nicht irre, passt er ziemlich gut auf das Original, auch wenn es hier und da holpert. Es fängt ja schon beim neuen (angepassten) Titel an. Außerdem ist und bleibt Jodi Benson unerreicht, da ist die Synchro vollkommen egal!
Schlimm war es, sich an „Unten im Meer“ zu gewöhnen. Die Melodie ist und bleibt eingängig, doch Joachim Kemmer, der neben Sebastian auch noch Lumiére in „Die Schöne & das Biest“ und Jafar in „Aladdin“ gesprochen hat, war einfach der, den ich immer im Ohr hatte – nicht zuletzt durch eine Kassette mit dem Soundtrack, die abgenudelt ohne Ende ist. Und dann kam Ron Williams. Er kam wesentlich näher an den jamaikanischen Klang des Originals heran, aber was zum Teufel war das denn?! Unten im Meer? Und „Küss sie doch“ heißt auf einmal „Nur ein Kuss“? Nein, das ging natürlich gar nicht! Sich an „Unten im Meer“ zu gewöhnen war nicht weiter schwierig, aber auch mein Gehör verbindet Rons Dialoge nicht mit dem Charakter. Schade eigentlich.
Der Film ist wohl das letzte große Beispiel des „Umsynchronisierens“ – zumindest hat meines Wissens nach kein Film seither eine neue Fassung bekommen.

b) Susi & Strolch – wie eingangs schon erwähnt.
Wie, es gab eine andere Fassung? Genau das war mein Gedanke, wenn ich ehrlich bin. Aber fangen wir „vorne“ an. Disney schickte mir eine Mail, in der mir gesagt wurde, ich möge doch bitte den Kauf des Films in Erwägung ziehen – „leider“ befindet er sich schon im Familienbesitz. Jedenfalls schaute ich neugierig auf Amazon nach, wie viel das denn kostet (20 € als BluRay) und stolperte über die negativen Bewertungen, die ich mir im ersten Moment nicht erklären konnte. Das Schlagwort „neu“ in Verbindung mit „Synchro“ rief schon Gänsehaut hervor, bis der Clou kam: Die „neue“ Synchro ist von 1975. In Worten: Neunzehnhundertfünfundsiebzig. Das Original ist aus den Endfünfzigern. Im Klartext bin ich also schon mit dieser ach so schrecklichen Fassung aufgewachsen – wie bestimmt ein Großteil der Leute, die sich jetzt überlegen, den Film zu kaufen.
An dieser Stelle kommt ganz eindeutig ein Faktor dazu, den man nicht unterschätzen darf: Jeder geht von der Fassung aus, die er kennt.
Bei diesem Beispiel wurde vor allem das Wegfallen sämtlicher Dialekte bemängelt. Jawollja, bei „Susi & Strolch“ wurde in der deutschen Fassung aus den Fünfzigern auf Dialekte gesetzt, weil es im Englischen auch so ist (ich gebe jetzt nur wieder, was ich gelesen habe, da ich alte Disneys fast ausschließlich auf Deutsch kenne). Lady (also Susi) spricht anscheinend im Stile von Scarlett O’Hara wie eine Dame aus den Südstaaten, was so umgesetzt worden ist, dass die deutsche Sprecherin von Marilyn Monroe den Part übernehmen durfte. Andere Charaktere sprachen Österreichisch oder Hessisch! Mal im Ernst, Marilyn Monroe? Ich fand Susis Stimme immer durchaus passend, garantiert, weil ich keine andere Stimme an ihr kenne. Und mit Marilyn konnte ich noch nie viel anfangen. Zu meiner Schande (?) gestehe ich hier, dass ich noch nicht einmal einen Film mit ihr kenne, nicht einen.
Wie gesagt kommt es auch hier darauf an, was man „seit jeher“ kennt – ein Kommentator schrieb so wunderbar: „Die Fassung von 1958 kennen ja eh nur noch alte Mütterchen, die das Hörspiel auf Schallplatte so oft gespielt haben, dass es kaum noch zu gebrauchen ist“ (jedenfalls sinngemäß).

Damit bin ich immer noch nicht richtig bei meinem zweiten Punkt angekommen.
Es bringt uns gar nichts, wenn wir uns über Dinge beschweren, die wir nicht mehr ändern können. Wenigstens in diesem Fall ist es so, dass Disney die alten Fassungen (ob nun die von „Susi & Strolch“, „Arielle“ oder eine der zwei [!] von „Schneewittchen“) nicht mehr veröffentlichen kann. Oder darf. Jedenfalls soweit ich darüber informiert bin.
Auf jede Generation Disney-Fans, die der meckernden folgt, wirkt die Beschwerde eh etwas merkwürdig – wie ich ganz deutlich an „Susi & Strolch“ erkennen musste.

29.10.2011

[Wir wollen keine Vermischung nicht]


Englisch wurde wieder einmal als effizienteste Sprache der Welt genannt – vor Mandarin – und ist somit der Beweis dafür, dass man nicht schnell reden muss (Englisch ist nicht so behäbig wie Deutsch, aber vor allem lange nicht so schnell wie Spanisch oder Japanisch), um einen Inhalt zu übermitteln. Soweit ist uns das ja noch halbwegs bekannt gewesen und das ist es auch nicht, was mich stört. Viel mehr rege ich mich über die vermeidlichen Sprachwissenschaftler auf, die als Kommentar zum Artikel fordern, man solle seine Muttersprache sprechen und vor Vermischungen schützen.

Was genau stört mich an dieser Aussage?