Ja, ich hatte mir geschworen, interessante Dinge zu finden, die ich hier posten kann.
Ja, ich habe es vergessen.
Ich könnte von tollen amerikanischen Rezepten erzählen, die ich mir angeschaut habe - aber nicht nachbacken konnte, weil es in Deutschland einen guten Teil der Zutaten nicht gibt, oder es sich einfach nicht lohnt, z.B. eine ganze Flasche Ahornsirup zu kaufen, weil ich einen Teelöffel voll davon brauche.
Ich könnte von meinem PC-Erlebnis von vor einer Woche erzählen, als das gute Gerät einfach ausgegangen ist und ich nicht wusste, woran es liegen könnte.
Sämtliche Alarmglocken schrillten und sagten mir, es müsse sich um einen Virus handeln. Ein Virus! Das klingt fast wie GAU!
Zum Glück war fachkundige Hilfe in der Nähe, die sich alles anschaute und beim dritten vergeblichen Versuch, den Computer wieder hochzufahren einfach mal an dem einen oder anderen Kabel gewackelt hat, um zu einer Diagnose zu kommen. Grafikkarte. Ich glaubte das nicht und ging mürrisch erst mal duschen, in dem Glauben, den Computer nie wieder nutzen zu können.
Als ich wieder in den Computerraum (hört sich gewaltig an, oder? Es ist mein altes Zimmer, in dem es sich nun zwei Rechner, ein Drucker und sieben Meerschweinchen auf 15 m² bequem machen) kam, wurde mir sogleich freudig berichtet, eine alte Grafikkarte habe hinein gepasst und der Computer würde nun wieder laufen.
DIE GRAFIKKARTE! Ich glaube es immer noch nicht, dass ein Defekt an dem guten Stück zu einem Totalausfall des Computers sorgen kann.
Da die Ersatzgrafikkarte aber ein sehr langsames altes Stück war, ist inzwischen eine frische hinein gekommen und ich muss sagen der Computer läuft wieder einwandfrei.
Ein Dank an meinen Herrn Vater für seine fachkundige Beratung!
Natürlich könnte ich auch davon berichten, wie ich vollkommen verzweifelt auf der Suche nach dringend nötiger Inspiration für etwas war, das dabei war, sich in meinem Kopf zu entfalten. Man könnte es beschreiben als eine Art Fanfiction zur eigenen Story (ja, Rhapsodia, die allerbeste, ist mit von der Partie), in die Figuren aus dem Universum meiner besten Freundin einfließen. Kurzum, ein Crossover. Wir schreiben seit langem ein Crossover zusammen und deshalb weiß ich ziemlich gut, wie ihre Charaktere auf meine reagieren. Die wirkliche Aufgabe ist nur, sie auch so reagieren zu lassen, wenn ich nicht ihre Unterstützung dabei habe - und das ist es, was ich nun versuchen muss.
Ausgehungert nach Inspiration suchte ich nach Bildern und Videos, da mir das als gute Quelle schon immer dienlich war. Für Rhapsodia brauche ich das nicht mehr, die ist inzwischen mit jeder Faser meines Körpers verwachsen, in all ihrer kindlichen Naivität und Sprunghaftigkeit, die sich mit der Zeit verändert haben, aber im Kern immer noch vorhanden sind.
Die Inspiration brauchte ich eher für den Charakter meiner Freundin, der bisher viel zu wenig "Screentime" hatte und deshalb mal zum Zuge kommen darf.
Da ich speziell darauf hingewiesen habe, dass es sich um Fanfiction handelt, kann man ja schon fast erahnen, in welche Richtung es geht. Yup, genau die!
Mein Hintergrundbild musste also rein aus Inspirationszwecken geändert werden, da lasse ich mir nicht reinreden! (Inzwischen wurde es auch wieder zurückgeändert.)
(übrigens ist hier der Link http://www.andrewgarfield.us/gallery/displayimage.php?album=103&pid=1815#top_display_media "Give credit where it's due" und so...)
Side Note: Ich kann Katawa Shoujo (herzförmiger/s Icon auf der linken Seite) nur empfehlen. Es ist eine Visual Novel, was bedeutet, dass man viel lesen und wenig spielen muss [was ich nicht wusste, weil ich dachte, es handele sich um ein Spiel]. It's free and high-quality.
http://www.katawa-shoujo.com/download.php
Meiner Meinung nach empfiehlt es sich nicht, es komplett ohne einen Guide zu spielen, weil man - ganz im Sinne einer Visual Novel - Entscheidungen treffen muss, die einen auf verschiedene Pfade führen - oder schon nach Act 1 zu einem Bad End. Selbst, wenn man es auf einen der Pfade geschafft hat, ist es manchmal nicht besonders klar, welche Entscheidungen wozu führen (ganz zu schweigen von dem einen Pfad, auf dem es nur eine Entscheidung gibt, die ein wenig... missverständlich formuliert ist, was zwar zu Fanservice, aber leider auch zu einem Bad End führt).
Jedenfalls war ich bei dem Anblick einigermaßen inspiriert. Nicht so sehr, wie ich es mir erhofft hatte, aber es reichte, um ein wenig weiterzukommen. Die Geschichte wartet noch auf Fertigstellung. Schade.
Empfohlener Beitrag
[Überblick]
Nachdem hier zuerst nur die Beiträge zu einer 50 Themes Challenge geordnet wewrden sollten, habe ich versucht, auch alle anderen kreativen T...
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02.06.2013
03.07.2012
[Inaktivität]
Ich bemerke nicht einmal, wie inaktiv ich eigentlich geworden bin! Seit ich die Challenges vorbei sind bzw. nicht mehr daran gearbeitet wird, scheine ich wirklich die Lust aufs Bloggen verloren zu haben. Dabei habe ich doch Ende letzten Jahres auch nichts Sinnvolles geschrieben, sondern einfach das, was mir gerade durch den Kopf ging. Aber so habe ich jetzt wenigstens ein paar Dinge, die ich nachholen könnte. Ha!
16.03.2012
[Geschichten]
Es gibt nur drei Arten von Geschichten:
1. Geschichten, die über die Zeit an Substanz verlieren,
bis sie im Gedächtnis nicht mehr als die Erinnerung an einen Zustand, ein
Gefühl sind, bis jemand sie wieder hervorholt und mit Details auffüttert. Sie
werden zu einem Schatten ihrer selbst.
2. Geschichten, die mit den Jahren immer weiter aufgeplustert
werden, sich verändern, bis der Kern noch der gleiche ist wie zuvor, die
Einzelheiten jedoch andere Ausmaße annehmen.
3. Geschichten, die man so oft gehört hat, dass man das
Gefühl hat, man wäre dabei gewesen, ohne es wirklich gewesen zu sein. Sie
werden gerne erzählt, häufig erzählt und oft auch im selben Wortlaut. Es sind emotionale
Geschichten, die eine Person immer wieder gerne als Beispiel für irgendetwas
anführt.
Gibt es nicht zu jeder der drei Kategorien sofort
Beispiele, die einem in den Sinn kommen? Wie das Erlebnis meiner Schwester, bei
dem der Rucksack, den sie getragen hat, über die Jahre an Schwere zugenommen zu
haben scheint? Oder meine Einschulung, die zwar irgendwie noch da ist, aber
nicht so präsent ist wie die meiner Schwester, bei der meine Klasse eine kleine
Aufführung gemacht hat? Oder die Dinge, die mir meine Mutter immer wieder gerne
erzählt, was so weit geht, dass ich in den Momenten auf Durchzug schalte, weil
ich sie schon runter beten kann?
Nun kann man sagen, das sei doch bei Weitem noch nicht
alles, immerhin entstünden so viele Geschichten, jeden Tag, überall auf der
Welt, doch was sind diese genau? Dinge, die tatsächlich geschehen sind, fallen
selbstverständlich irgendwann in eine der drei Kategorien, denn das Gehirn
sortiert für uns nach Wichtigkeit, sodass wir das, was nicht relevant ist, sehr
schnell wieder vergessen.
Fiktive Geschichten sind eindeutig in die ersten beiden
Kategorien einzuordnen. Was immer ich auch lese oder sehe, ich vergesse vieles
davon, meist sofort nach dem der Film/das Buch zu Ende ist. An anderen Stellen
hingegen dichtet mein Kopf Sachen hinzu, die vielleicht in einer Geschichte zur
Geschichte gestanden haben, oder Inhalte, die ich gerne darin gesehen hätte
oder aus ganz anderen Quellen stammen, sich aber wunderbar einfügen. Selbst
beim Schreiben kann ich mir nur einen Bruchteil dessen merken, was ich zu
Papier gebracht habe, weshalb ich oft Überraschungen erlebe, sobald ich meine
Texte von vorne beginne. Zudem entwickelt sich das geschriebene Wort von einer
bloßen Idee im Kopf einer Person zu einem großen Ganzen, aus dem im Normalfall
nur ein Stück präsentiert wird. Hintergrundgeschichten bleiben
unveröffentlicht, Zukunftsaussichten werden nur angedeutet. Es sind
Geschichten, die wie ein Wesen gewachsen sind, aber das Wachstum bekommt man
als Leser/Zuschauer nicht mit. Man erhält einen Ist-Zustand mit einigen
Rückblenden, um Verhaltensweisen verständlich zu machen – und doch hat es sich
mit ihnen nicht anders verhalten als mit dem immer schwerer gewordenen Rucksack
meiner Schwester.
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